Komm nach Haus – Konzert mit der Reinhold-Beckmann-Band

Ehrliche Texte, eingängige Musik – so präsentierte sich das Reinhold-Beckmann-Trio am vergangenen Samstagabend im Kulturzentrum Martinskirche in Hoya vor gut 150 begeisterten Gästen.
Neben bekannten älteren Stücken spielten die Musiker auch Titel der neuen CD „Komm nach Haus“, die im kommenden Jahr veröffentlicht werden wird.
Beckmann, der selbst Gitarre spielt und die Hauptstimme singt, moderiert gekonnt durchs Programm, erzählt witzige Anekdoten aus „alten Zeiten“ und führt so von Titel zu Titel. Sofort nimmt er das Publikum mit auf seine musikalische Reise. Bei „Merle – Perle aus Brake“ und „Bremen“ zeigen sich die Zuhörer schnell als textsicher und bereit, laut mitzusingen.
Die „Besteckkastenrandale – Ich bin das scharfe Messer, du die spitze Gabel“ spiegelt feinste Rosenkriegspoesie. Wir lernen, dass „Juli, die Yogalehrerin“ nicht nur dem Körper guttut.
In der „Grillpizzeria Akropolis“ geht es um gelungene Integration in Ostwestfalen.
Aber auch ernste Töne klingen an, z.B. wenn es „leider Zeit ist, wieder Anti-Kriegslieder zu singen.“ Und der Titelsong der neuen CD „Komm nach Haus“ (im englischsprachigen Original von John Edward Prine) trifft mitten ins Herz, ist zum Weinen schön.
Für den gebürtigen Twistringer Beckmann ist Hoya, „wie nach Hause kommen“. Aber auch seine Kollegen – das instrumentale Multitalent Jan-Peter Klöpfel (Trompete, Akkordeon, Keyboard, Glockenspiel und Gesang) sowie „Hamburgs bester Bassist“ Thomas Biller (Kontrabass) – fühlten sich sichtlich wohl in der wieder einmal großartigen Kulisse des Kulturzentrums Martinskirche und überzeugten durch Perfektion, aber auch Leidenschaft an ihren Instrumenten.
So waren die Standing Ovations nach 2 ½ Stunden Konzert und Zugaben nicht überraschend und Beweis dafür, dass Beckmann und seine Band den Nerv des Publikums wieder genau getroffen haben.
Der Kulturkreis Grafschaft Hoya ist stolz und zufrieden, die nahbaren Künstler ein weiteres Mal auf die Bühne in Hoya eingeladen zu haben.
